Rose christening Dieter Müller
Rose „Dieter Müller“ 
Ich bin sehr stolz auf eine besondere Auszeichnung: Eine Rose trägt meinen Namen und am Sonntag, 3. Juli, durfte ich sie taufen. Stilecht im Rosengarten von Schlosshotel Lerbach. Ich bin der erste deutsche Koch, dem diese Ehre zuteil wird. Vorher hatten bereits zwei andere in Deutschland kochende Kollegen dieses blumige Vergnügen: der Österreicher Eckart Witzigmann und der italienische Südtiroler Heinz Winkler, der bei „meiner Taufe“ zu Gast war.
Die Idee, mich zum Rosenpaten zu machen, hatte der Mann, der die Pflanze gezüchtet und gemeinsam mit mir mit Champagner begossen hat: Henri Delbard. Er gilt als der berühmteste Rosenzüchter Frankreichs und widmet jedes Jahr eine Neuzüchtung einer bedeutenden Persönlichkeit. Ich war verwundert, als er mich fragte, ob ich Rosenpate werden wolle, und sehr erstaunt darüber, dass ich die Art „meiner“ Rose sogar mitbestimmen durfte. Ich wünschte mir eine rötliche Rose – und genau die habe ich bekommen. Sie duftet herrlich. Auch das hatte ich mir gewünscht, denn für mich ist wichtig, dass eine Rose riecht.
Die Taufe der Rose „Dieter Müller“ fand im Beisein meiner Frau Birgit, meiner Kinder, des Züchters, des Hotelier-Ehepaars Althoff und vieler Gäste statt. Es war ein sommerlich-beschwingtes Fest von 11.30 bis 18 Uhr. Dazu lieferte nicht nur Nils Henkel, der Küchenchef an meiner Seite, Köstliches aus der Dieter-Müller-Küche mit unserem Team, sondern auch einige weitere Ex-Mitarbeiter gaben sich ein lukullisches Stelldichein. Sie arbeiten längst in verschiedenen Ecken Deutschlands und sind inzwischen selbst alle mit Sternen dekoriert. Zur Rosentaufe wollten sie gerne als Gastköche kommen – gewissermaßen ein ganz persönliches Taufgeschenk.
Ein Teilbetrag aus den Eintrittsgeldern sowie der Erlös einer Tombola ist dem bundesweit tätigen Verein „Herzenswünsche“ zugeflossen, der mir einen riesigen Teddy vermachte. Es war ein wunderschöner Erlebnisnachmittag im Park mit Winzern, zehn Meisterköchen, Livemusik und schönstem Sonnenwetter. Natürlich gab’s ein Rosendessert – und jede Menge Rosenduft.


